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Samstag, 15. August 2026

SpaceX? Nicht in meinem Depot!

Einige ETFs meiden jegliche Verbindung zu SpaceX, und das aus gutem Grund. Hier wird beleuchtet, warum Musks Raumfahrtunternehmen aus vielen Portfolios verbannt wird.

27. Juni 2026
3 Min. Lesezeit

In der faszinierenden Welt der Finanzmärkte, wo Aktien und Anleihen in einem unaufhörlichen Tanz miteinander verbunden sind, gibt es auch Unternehmen, die trotz ihrer innovativen Ansätze auf der Immobilienliste von Anlegern einen spürbaren Vertrauensverlust erleiden. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen, das von der charismatischen und umstrittenen Figur Elon Musk geführt wird, ist ein solches Beispiel. Eine Reihe von Exchange Traded Funds (ETFs) meidet jegliche Verbindung zu diesen intergalaktischen Ambitionen, und das aus den ebenso rationalen wie ironischen Gründen, die in diesem Glossar näher beleuchtet werden sollen.

ETF (Exchange Traded Fund)

Ein ETF ist ein Anlagefonds, der an Börsen gehandelt wird und die Performance eines bestimmten Indexes abbildet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds werden ETFs den ganzen Tag über gehandelt, was ihnen eine höhere Liquidität verleiht. Die Flexibilität, die ETFs Anlegern bieten, wird jedoch schnell durch die Notwendigkeit konterkariert, sich sorgfältig mit dem Inhalt dieser Fonds auseinanderzusetzen. Denn nicht alles, was glänzt, ist Gold – oder in diesem Fall, alles, was als innovativ angepriesen wird, ist eine lohnende Investition.

SpaceX

SpaceX, gegründet im Jahr 2002, hat sich als Pionier in der privaten Raumfahrt etabliert. Ihr Ziel, die Kolonisierung des Mars voranzutreiben, ist sowohl bewundernswert als auch vage. Der Hype um das Unternehmen nimmt im Volk zwar gewaltige Ausmaße an, doch kritisch hinterfragt, zeigt sich, dass die Unternehmensbilanz und die langfristigen Perspektiven nicht für jeden Anleger attraktiv sind. Hier wird schnell deutlich, warum einige ETFs auf Abstand gehen wollen. Die Volatilität der Raumfahrtmärkte ist nicht zu unterschätzen und schreckt viele Anleger ab.

Volatilität

Volatilität beschreibt die Schwankungen des Preises eines Wertpapiers über einen bestimmten Zeitraum. In der Welt der Raumfahrt und der damit verbundenen Technologien ist die Volatilität besonders ausgeprägt, da viele Faktoren wie staatliche Genehmigungen, erfolgreiche Tests und die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Luftfahrtindustrie einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmensbewertung haben. Für ETFs, die Stabilität und gleichmäßige Renditen versprechen, ist eine solche Unsicherheit der grösste Albtraum.

ESG-Kriterien

Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) haben in der jüngeren Vergangenheit an Bedeutung gewonnen. Sie bieten eine Bewertungsmethode für Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und ethischen Geschäftspraktiken. SpaceX, so sehr es auch technologische Errungenschaften feiert, hat in der Vergangenheit kritische Stimmen hinsichtlich seiner Umweltpolitik und der Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen auf sich gezogen. Für ETFs, die den Fokus auf nachhaltige Investitionen legen, ist SpaceX schlichtweg ein Nogo.

Marktpsychologie

Marktpsychologie ist der Einfluss von Emotionen und externen Meinungen auf die Entscheidungen der Anleger. SpaceX hat mit seinem charismatischen CEO das Potenzial, sowohl Faszination als auch Skepsis hervorzurufen. Diese dichotome Wahrnehmung macht es für ETFs schwierig, eine klare Linie zu finden. Die Angst vor dem Unbekannten, gepaart mit dem Drang nach Innovation, führt oft zu einer Überreaktion auf Marktnachrichten – ein Umstand, den ETFs, die Stabilität suchen, zu vermeiden versuchen.

Diversifizierung

Diversifizierung ist das Prinzip, das dem Risiko von Anlagen entgegenwirkt, indem Gelder auf verschiedene Vermögenswerte verteilt werden. Die meisten ETFs streben eine breit gefächerte Investition an, um das Risiko zu minimieren. Ein scharfer Fokus auf Unternehmen wie SpaceX kann diese Diversifizierung gefährden. Daher ziehen es viele Fonds vor, potenzielle Raketenabenteuer in den Bereich der Spekulation zu verlagern, während sie ihre stabilen Bestseller stetig weiterbevorraten.

Insgesamt zeigt sich, dass SpaceX für ETFs eine Herausforderung darstellt, bei der das Potenzial eines Unternehmens gegen die Notwendigkeit abgewogen werden muss, Anlegergelder zu schützen. Die bereitwillige Abkehr von einem der innovativsten Unternehmen unserer Zeit ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Finanzmärkte und ihre Akteure gegenüber technologischen Visionären verhalten: faszinierend und doch voller Vorbehalte.